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Ein Aus


Taglinger - Ein Aus








Taglinger singt vom Leben. Davon dass man dem Tod davon läuft und mit seiner Frau Sex hat, davon dass das alte Haus einen nicht loslassen will und man am liebsten manchmal Captain Jack wäre. Davon dass man angeblich immer erfolgreicher wird, aber eigentlich nur seine eigene Einsamkeit spührt. Und davon, dass der warme Regen kommt und eine einzige Umarmung erlösen kann.

Alle Stimmen, die akkustischen Instrumente und deren elektronische Verarbeitung, stammen von Harald Taglinger, vielleicht auch die eine oder andere beschriebene Szene. Auf jeden Fall spielt Kai Hofmann eine unglaubliche Harp zu Spreiz Dich. Und Christine Hackenberg singt die Regenhaut.



Du läufst einen Berg hinauf, der will nicht aufhören. Das ist Dein Leben.

Wer sagt denn, dass die Eltern brav auf der Couch sitzen, sobald die Kinder aus dem Haus sind.

Nachts stehst Du vor dem Haus Deiner Kindheit und wirst es in Dir nicht los.

Es gibt Tage, an denen wäre man am liebsten Captain Jack. Es gibt viele solcher Tage.

Natürlich wird alles immer grösser, schöner und besser, das Du tust. Wird es das?

Wenn eine Hand wie warmer Regen Deine Haut berührt, dann ist alles gut.

Es beginnt mit den Texten, die zum Teil auf einem Berg im Wallis entstanden, drei von ihnen aber spontan und ohne Vornotizen direkt am Mikrophon (Regenhaut, Spreiz Dich, Boden). Nachdem alle ihre erste Form in den Demotracks bekommen haben, bleiben sie ein paar Monate liegen. In einer Föhnnacht in Mittenwald, während eines Alpgangs kommen sie frisch und neu zu Gehör. Verzweiflung. Irgendetwas stimmt damit nicht, also noch einmal vor die Instrumente und das Mikrophon, um jeweils eine rein akkustische Variante aufzunehmen. Und in einem dritten Durchgang verschmelzen die Versionen, werden vom reinen Techno zu einem Jazzstück mit D&B Mittelteil, wie bei Boom Boom.




Die Glanzlichter setzen dann Regengeräusche, die zufällig an einem Sommertag im Büro zu hören sind, oder eine Harp Session mit Kai Hofmann, die in Spreiz Dich zu hören ist. Die Stimme der Schwester findet sich ein, in ihrem Haus aufgenommen, ohne dass sie das eigenltiche Stück kennt, weil sie es dadurch viel besser weiterführen kann.

Ein Aus braucht von der ersten Idee bis zum Release so eineinhalb Jahre. Tagein, tagaus. Nun sind die Songs da.